Letztes Saisonspiel gewonnen:

Zu ihrem letzten Wasserball Oberligaspiel traten die Meldorf Seals auswärts gegen die SG Lübeck/Ahrensburg an, wie die Meldorfer eine Mischung aus erfahrenen und jungen Wasserballer-innen.
Vor dem Spiel gratulierte das Team Mareike Müller, die auch in der DLRG sehr aktiv und Wasserballschiedsrichterin in der 2. Bundesliga ist, zum Erwerb der Rettungsassistentin. Voll motiviert schwamm sie im Spiel ihren Gegnern davon und erzielte zwei schöne Tore. So lagen die Seals bereits im ersten Viertel 1:4 vorne. Zunehmend wurden spielerische Akzente gesetzt, viele Chancen daraus nicht verwertet. So stand es nach dem 3. Viertel zwar 3:7, aber die Abwehr wurde zunehmend instabiler. Die Kräfte ließen nach und als ein 5 m verworfen wurde, gelangen den Lübeckern drei Tore. Da es auch ruppiger wurde, nahm Hubert Thoma eine Auszeit, beruhigte die Gemüter und bat um sicheres Spiel ohne Einzelaktionen. So gelang den Seals 6:8 der erste Auswärtssieg in dieser Saison. Björn Aschmoneit, normalerweise Haupttorschütze, erarbeitete sich sieben Großchancen, traf aber nur einmal ins Tor. Valcho Mitrev (1 Tor) spielte wegen Schulterproblemen eher als Ballverteiler. Mit vier Toren war Sebastian Beyer der auffälligste Spieler, zumal er unermüdlich vorne und hinten ackerte. Patrick Reinel löste die schwere Aufgabe des Centerverteidigers mit Bravour. Jelle Heesch kämpfte im Center gegen deutlich schwerere Verteidiger und holte Hinausstellungen seiner Gegner. Volker Heesch und Heino Voss verteidigten gut, waren aktiv im Spielaufbau, aber hatten mit ihren Torwürfen Pech. Nach langer Verletzungspause war Kai Jahn wieder dabei, bekam deswegen nur noch Kurzeinsätze und wurde dabei immer sicherer. Letztendlich verdanken die Seals ihrem Torwart Daniel Grubert den Sieg, der als die Verteidigung unkonzentrierter wurde, klaren Kopf behielt.

Von den Fähigkeiten war dieser Saison mehr drin war, aber leider fehlten immer Leistungsträger und darunter litt das Zusammenspiel. Jetzt hoffen die Seals, dass sie die unvermeidlichen Abgänge der Abiturienten durch den Nachwuchs und einige Quereinsteigerinnen kompensieren können.

Die Meisterschaft machten diesmal die HSG Warnemünde I und Wiking Kiel unter sich aus. Die HSG gewann ungeschlagen, Kiel wurde mit 4 Minuspunkten Zweiter. Beide Teams profitieren von der Zusammenarbeit mit dem Hamburger TB62, der sowohl in 2. Bundesliga als auch in der U18 Bundesliga spielt. Dritter wurde der TV Keitum, der mit ähnlichen Problemen wie die Seals zu kämpfen hatte. Die HSG Warnemünde II, die aus Schweriner Spielern und U18 Bundesligaspielern besteht, erreichte den 4. Platz. Letzter blieb die SG Lübeck/Ahrensburg.